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Projekte der Kinderhilfe Rumänien E.V.
Abenteuerfreizeit vom 1. bis 14. Juli 2009
In diesem Jahr organisierte und leitete die 1. Vorsitzende – Frau Edith Kirchmann – die Abenteuerfreizeit vom 1. bis 14. Juli mit allen Kindern zwischen 7 und 14 Jahren aus Lipova und den Kindern des Evershauses II /Bacia in dem verlassenen Dorf Varnita im Kreis Arad. 4 Angestellte aus den Kinderhäusern sorgten für das Zubereiten der Mahlzeiten.
Gheorghita (28), der 1992 zu den ersten Bewohnern des Kilzerhauses/Lipova gehörte, half bei der Betreuung der Kinderschar und zusätzlich kam Herr Reiner Hoefig - mit seinem Papagei - aus Bautzen, um mit uns die Abenteuerfreizeit zu gestalten. Der Ort, kaum auf der Landkarte zu finden, liegt mitten in einem riesigen Waldgebiet auf einer Berghöhe. Von den ehemals 33 Häusern sind heute noch 2 ständig bewohnt. Varnita hat den Stromanschluss verschlafen. Nur bei trockenem Wetter kann das Dorf mit einem Geländewagen erreicht werden. In dieser verlassenen Gegend besitzt die rumänische Stiftung 6 ha Land und 3 frisch renovierte Häuser. Die Kinder konnten in dieser Einsamkeit in die urwüchsige Natur eintauchen, vergaßen Fernsehen und Schulstress und vielleicht auch andere Sorgen. Große Wanderungen standen auf dem täglichen Programm, wo sie alles hautnah entdecken konnten: die vielfältige Pflanzenwelt, die bisher unbekannte Tierwelt, vor allem Kaulquappen und Frösche, Schlangen, Igel, Rehe, Hasen, Vögel und Fledermäuse und Früchte in der Wildnis, die dort im Sommer zur Verfügung stehen. Wasser als lebenserhaltendes Element musste täglich aus dem nahen Brunnen geschöpft werden. Eine Quelle wurde wieder gereinigt. Stille war beim Essen und in der brütenden Mittagshitze als Erholung für die Seele angesagt; abends ging es dagegen sehr munter am Lagerfeuer zu, das von einigen auserwählten Jungen täglich errichtet wurde. Aufgabenverteilung und Tagesplanung fanden in der frühen Morgenstunde nach der Meditation mit Gebet statt. Malen, Basteln, Spielen und Musizieren, Theater spielen, Tanzen, Fußball und Sportvorführungen bereicherten das tägliche Programm. Aber auch Benehmen am Tisch wurde vermittelt: das Essen mit Tischdecke, täglich frischem Blumenstrauß, Messer und Gabel, eigenständiges Schmieren der Brote und Einfüllen der Teller, Kauen mit geschlossenem Mund, Schweigen beim Essen, gemeinsames Beginnen und Beenden. Nachts wölbte sich ein berauschend klarer Sternenhimmel über die einsame Region, der von allen ehrfurchtsvoll bewundert wurde. Gespräche über Gott, seine Schöpfung und wir als seine Geschöpfe fanden in diesen Stunden eine grandiose Abrundung.
In den zwei Wochen fernab von der Zivilisation blieb die Gruppe von Unfällen verschont, eigentlich ein Wunder bei so vielen Beteiligten.
Und in dieser reichen Zeit konnte man sich intensiv begegnen. Freundschaften wurden geschlossen und wahre Talente entdeckt: Einige Kinder erlernten in wenigen Tagen das Flötespiel. Sie zeigten ihre Begabungen in Pantomime, beim Malen, Tanz und als großartige Sportler.
Frau E. Kirchmann war erschüttert über so viele unerkannte Talente, die nicht gefördert werden. Schon früher gab es Kinder, die besonderes Mal- oder Tanztalent zeigten. Ein junger Mann, der viele Jahre in einem Familienhaus lebte, trat im vergangenen Jahr als Tänzer sogar im Fernsehen bei einem Wettbewerb auf. Kinder ohne familiären Hintergrund haben wenig Chance, gefördert zu werden. Könnte man nicht eine Sommerschule für talentierte Kinder einrichten und Kurse, wo Begabungen entdeckt werden können wie jetzt in Varnita? Besondere Fähigkeiten helfen, Traumata zu verarbeiten und bieten die Möglichkeit, im späteren Leben einen sicheren Platz in der Gesellschaft zu finden. Sozialwaisen brauchen dringend diese Förderung. Für das kommende Jahr wird für diese Idee ein gangbarer Weg gefunden.
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Ferienprogramme für unsere Kinder / Jugendliche und auch für Interessierte allgemein
In Rumänien dauern die Schulferien vom 15. Juni bis 15. September. Bis zur Wende kümmerte sich der Staat um Ferienprogramme, sowohl für Heimkinder wie auch für Schüler und Studenten. Jetzt werden die 3 Ferienmonate bei einigen älteren Jugendlichen genutzt, um sich etwas Geld zu verdienen. Ansonsten ist die Zeit mit Langeweile ausgefüllt.
In den vergangenen Jahren lud die Kinderhilfe Rumänien Jugendgruppen aus Deutschland nach Rumänien ein. Neben Erfahrungsaustausch stand auch Arbeit auf dem Programm. 2005 wurde ein Spielplatz für das Therapiezentrum gebaut, 2006 ein Holzhaus für das Freizeitgelände in Bacia / Hunedoara, 2007 entstand auch in Varnita / Arad ein Freizeitgelände und ein Ferienhaus. Weitere sollen folgen.
Für die kommenden Jahre sollen in Lipova, Bacia und Varnita Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche organisiert werden, geleitet von freiwilligen Helfern aus Deutschland, aber auch aus Rumänien. Themen: Sprachen, Tanzen, Malen, Ikonenmalerei, Holzarbeiten, Musizieren.
Wir suchen Menschen, die Interesse an Mitarbeit haben Zeit und Ideen mitbringen.
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Projekt Fahrrad
Alle unsere Kinder / Jugendlichen wünschen sich ein eigenes Fahrrad und nur die wenigsten haben einen Drahtesel! Wir haben aber in unserer Fahrradwerkstatt eine Menge Material, die man zu einem richtigenFahrrad zusammensetzen könnte.
Wer hätte Lust, in den Sommerferien 2010/11 eine Woche lang zu schrauben und zu helfen, dass möglichst viele verkehrssichere Fahrräder für unsere Kinder entstehen?
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Projekt Varnita
Ferien in der Einsamkeit
Orte wie Varnita / Kreis Arad sind heute auch in Rumänien eine Seltenheit, da lediglich Waldwege dorthin führen und der Stromanschluss unterblieb. Von den ehemals 33 Häusern mit mindestens 140 Einwohnern sind in dem Ort nur zwei Familien übrig geblieben, die von der Schaf- und Schweinezucht leben. Auf einer Bergkuppe gelegen und umgeben von weitläufigen Wäldern weist er ein besonders gesundes Klima auf. Wer Ruhe sucht ohne Lärmbelästigung, Auto, Telefon, Fernsehen oder Nachterhellung kommt hier voll auf seine Kosten. In drei schmucken traditionellen Holzhäusern bietet der Verein ansprechende Unterkünfte an. Jedes Haus verfügt über eine voll ausgestattete Küche mit Holz- oder Gasherd und zwei Wohn- bzw. Schlafzimmern mit mindestens 5 Betten. Die weite Sicht auf eine Gebirgskette und das großzügige Gelände mit zwei Brunnen und etlichen Obstbäumen prägen das Ambiente. Das zuverlässig warme Sommerklima in Rumänien erlaubt es dem Besucher, bis in die Nacht draußen unter klarem Sternenhimmel zu verbringen. Lebensmittel werden auf Wunsch regelmäßig hinaufbefördert. Mehrere Quellen sorgen für sauberes Trinkwasser.
Die drei Häuser werden einzeln oder geschlossen in den Sommermonaten zum Mieten angeboten. Ein Wohnwagen kann zusätzlich benutzt werden. Das Areal ist geeignet für Gruppen bis zu 25 Personen, wobei auch Zelte zur Verfügung gestellt werden können.
Die Häuser werden ab sofort wochenweise oder für Wochenenden zur Verfügung gestellt. Kosten: pro Haus: 50,-- € pro Nacht. Für Gruppen ab 12 Personen reduziert sich der Preis.
Auskünfte erteilt:
Edith Kirchmann, 1. Vorsitzende der Kinderhilfe Rumänien, Tel. 07471 62 14 94, Fax: 07471 62 14 99
oder E-Mail: info@kinderhilfe-rumaenien.org
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Projekt Schreinerei
Die Räumlichkeiten unserer derzeitigen Schreinerei sind zu begrenzt, um darin wirklich arbeiten zu können. Wir haben eine eigene Halle, die aber als Schreinerei eingerichtet werden müsste. Die Umgestaltung kostet viel Geld, das wir nicht haben. Wer kann uns helfen?
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Projekt Rikscha
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Projekt Erweiterung des Peter-Schnell-Hauses
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Projekt: Wohnraum für junge Erwachsene in Lipova
In einem separaten Gebäude auf dem Gelände des Therapiezentrums in Lipova sollen Unterkünfte für junge Erwachsene geschaffen werden, die noch in der Ausbildung sind oder bereits arbeiten, aber noch eine begrenzte Zeit Hilfe zur Selbstständigkeit benötigen. Das Haus ist im Rohbau und eignet sich für maximal 8 Personen. Dort könnten auch Ehemalige übernachten, wenn sie nach Lipova kommen. Allein in diesem Jahr werden 3 junge Menschen Abitur machen. Ihr Verbleib nach der Prüfung ist bislang ungewiss. Wenn sie weiter studieren, können sie theoretisch in ihrem Familienhaus bleiben, was aber manchmal zu belastenden Situationen kommt, da sie nicht mehr an die festen Regeln gebunden sein wollen. Der Weg in die Selbständigkeit, Umgang mit Geld, Entscheidungen treffen, Einkaufen, das alles wird in den Familienhäusern im Kreis Arad zu wenig bearbeitet, da die Kinderhäuser stark von der Kinderschutzbehörde bevormundet werden. Auch das Personal in diesen Häusern wird zentral versorgt. Die Lebensmittel werden geliefert. Es gibt leider keine Möglichkeit, selber einzukaufen. In den Kreisen Timis und Hunedoara funktionieren die Familienhäuser selbständig. Das Personal kann nach freier Wahl einkaufen.
Dieses Projekt kann nur realisiert werden, wenn genügend Sponsoren gefunden werden.
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